Dr. Kendzia - Zahnarztpraxis in Fußgönheim. - Besonderheiten der zahnmedizinischen Versorgung

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Was ist bei Auskunftsbegehren von Krankenkassen zu beachten?

 
Die Einführung der neuen GOZ 2012 (Gebührenordnung für Zahnärzte) hat das Auskunftsbegehren von Krankenkassen gestärkt. Das Gesetz zur Stärkung des Patientenrechtes hat ebenfalls die Zahl der Anfragen erhöht. Wir haben in unserem Webseitenbereich "FAQ" extra eine Fragestellung integriert, damit sie informiert sind, wie wir diese neuen Gesetze handhaben.

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„Need dentistry“ und „want dentistry“

ln der Zahnmedizin gibt es für eine Befundsituation oft mehrere wissenschaftlich abgesicherte Therapiealternativen, die sich im Hinblick auf die Kosten erheblich unterscheiden können.

Bei der Entscheidung über die Therapie wird ein zentraler Zielkonflikt des Gesundheitswesens sichtbar: Auf der einen Seite steht der Wunsch nach bestmöglicher Gesundheitsversorgung, auf der anderen steht der Zwang zu Begrenzungen, die das System auch in einer Phase demografischen Wandels finanzierbar halten. Gerade in Zeiten dynamischen medizinisch-technischen Fortschritts drängt sich an diesem Punkt die ethische Frage auf, welche Leistungen von der Solidargemeinschaft getragen werden, und wo die Grenzen der Solidarität liegen. Die Zahnärzteschaft hat sich dieser Diskussion schon früh gestellt und Antworten gefunden: mit der Unterscheidung zwischen „need dentistry'' und „want dentistry". „Need dentistry" deckt das medizinisch Notwendige über einen Grundleistungskatalog ab, der die Chance auf ein zahngesundes Leben eröffnet. Mit der Möglichkeit von Mehrkostenvereinbarungen und dem Festzuschusssystem für Zahnersatz steht den gesetzlich Versicherten aber auch die Tür offen zur „want dentistry", bei der individuelle, oft ästhetisch motivierte Wünsche des Patienten im Vordergrund stehen. Die Festlegung des Grundleistungskataloges wurde im gesellschaftlichen Konsens getroffen. Viele gesetzlich Krankenversicherte nehmen im Sinne der „want dentistry" private zahnmedizinische Leistungen in Anspruch. Allerdings sind diese privaten Leistungen ganz klar von den so genannten Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) zu unterscheiden und abzugrenzen. Denn anders als bei IGeL sind in der „want dentistry'' ebenso wie in der „need dentistry" zwei Voraussetzungen immer gegeben, wenn eine Leistung erbracht wird: Erstens muss eine Behandlungsnotwendigkeit gegeben sein und zweitens muss es sich um eine fachlich anerkannte Therapiealternative handeln. „Need- und want dentistry" entsprechen dem Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse. Entsprechend der gesetzlichen Vorgaben gehen die Leistungen der „want dentistry“ über eine ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftlich notwendige Versorgung hinaus.